Waldmeister (Galium odoratum)


gehört zur Familie der Röte- oder Krappgewächse (Rubiaceae)

Synonyme: Maikraut, Mösch, Waldmännlein, Guggerblume, Herzfreudeli

Bestimmung

Wuchsform: Staude

Lebenszyklus: Ausdauernde Waldpflanze

Blüte: Schon im späten Frühjahr erscheinen die kleinen, trichterförmigen, weißen Blüten (4-6 mm breit) in Scheindolden an den Spitzen der Blütenstiele.

Blütezeit: Mai - Juni

Stängel: Aufrechter 4-kantiger, bis zum Blütenansatz unverzweigter Stängel mit Quirlen aus je 6-9 grasgrünen Blättern.

Blatt: Je 6-9 Blättchen sitzen quirlartig in Etagen um den Stängel. Sie sind länglich zugespitzt, dunkelgrün, am Rand rau und duften nur leicht.

Wurzeln:

Frucht / Samen: Aus den weißen Blüten in Scheindolden an den Spitzen der Blütenstiele entwickeln sich kugelförmige Teilfrüchtchen mit borstigen Widerhaken.

Größe: 10 - 60 cm

Verfügbarkeit / Sammelzeit

Im Frühjahr vor der Blüte.

Standort

Laub- und Mischwälder mit krautreichem Unterwuchs. Im Garten eignet er sich als attraktiver Bodendecker für Schattenplätze.

Fressbare Teile

Blätter vor der Blüte

Verwechslungsmöglichkeiten

Wiesen-Labkraut (Galium mollugo), deutlich größer, blüht erst an Juni, unproblematisch
Wald-Labkraut (Galium sylvaticum) mit runden, verzweigten Stängel, unproblematisch
Klettenlabkraut (Galium aparine), borstig behaart und dadurch "klebrig" , unproblematisch

Besonderheiten

Beim Welken und Trocknen entsteht Cumarin, das für den typischen Duft verantwortlich ist. Cumarin kann über einen langen Zeitraum angewandt zu Leberschäden führen. Handelsprodukte dürfen daher nur eine bestimmte Cumarinmenge enthalten.

Quellenangaben

Was blüht denn da?, 60. aktualisierte/erweiterte Auflage 2021, Margot Spohn, Marianne Golte-Bechtle, Roland Spohn, Seite 126
Essbare Wildkräuter und -früchte, Erkennen, sammeln und genießen, 2000 veröffentlicht by Urania Verlag in der Dornier Medienholding GmbH, Berlin, Joachim Mayer, Jutta Nerger, Seite 88

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