Sal-Weide (Salix caprea)


gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae)

Synonyme: Palm-Weide, Saalweide

Bestimmung

Wuchsform: Strauch - Baum

Größe: 3-10 m

Lebenszyklus: Sommergrün

Laubaustrieb: ab März

Laubfärbung: im Herbst gelbe Blätter

Rinde: Graue bis schwarzbraune, längsrissige Borke.

Krone/Äste: Mäßig verzweigter, aufrechter Strauch oder bis 10 m hoher Baum. Junge Zweige graugrün, behaart, später kahl, rundlich, sehr biegsam. Winterknospen gelbbraun bis braun, zunächst behaart, später verkahlend, den Zweig anliegend.

Blatt: Laubblätter 1-2 cm lang gestielt; Spreite (das ist der Blattkörper) länglich-elliptisch bis breit-oval, 4-12 cm lang, 2-6 cm breit, am Grunde abgerundet bis herzförmig. Blattrand gewellt, gesägt bis gezähnt; oberseits dunkelgrün, verkahlend und schwach glänzend; unterseits dicht flaumhaarig bis filzig, graugrün. Nebenblätter klein, bleibend.

Blüte: Blüten in eingeschlechtigen Kätzchen, Pflanze zweihäusig. Kätzchen sich lange vor den Laubblättern entfaltend, nach dem Abfall der Knospenschuppen zunächst fellartig weich behaart durch die dicht stehenden, langbärtigen Tragblätter. Männliche Kätzchen eiförmig, 3 cm lang. Blüten ohne Blütenhülle, die beiden Staubblätter die zweifarbigen Tragblätter weit überragend, wie bei den weiblichen Blüten mit einem Nektarium (Saftdrüse, die zuckerhaltigen Saft ausscheidet, den Nektar). Weibliche Kätzchen sich während des Erblühens lang streckend.

Blütezeit: März - Mai

Frucht / Samen: Fruchtknoten gestielt, dicht behaart.

Samen- / Fruchtreife: Mai/Juni

Verfügbarkeit / Sammelzeit

Von Frühjahr bis Herbst.

Standort

Waldschläge, Waldränder, Dämme

Fressbare Teile

Blätter und Äste

Verwechslungsmöglichkeiten

Grau-Weide (Salix cinerea), Staubbeutel vor dem Aufblühen meist orangerot, bildet dichte, oft fast halbkugelige Gebüschen in Feuchtgebiete. Unproblematisch.

Besonderheiten



Quellenangaben

Was blüht denn da?, 60. aktualisierte/erweiterte Auflage 2021, Margot Spohn, Marianne Golte-Bechtle, Roland Spohn, Seite 406 f.
BLV Handbuch, Bäume und Stäucher, 4. durchgesehene Auflage (Sonderausgabe)2006, Ulrich Hecker, Seite 246 f.

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