Ginkgo (Ginkgo biloba L.)


gehört zur Familie der Ginkgobaumgewächse (Ginkgoaceae, der einzige seiner Art!)

Synonyme: Silberaprikose (Yong Hsing, chin. und Gin Kyo, jap.), Entenfuß (Ya Chio, jap.)

Bestimmung

Wuchsform: Baum

Größe: 30–40 m

Lebenszyklus: Sommergrün

Laubaustrieb: Ende April

Laubfärbung: Oktober/November leuchtend goldgelb

Rinde: Die Borke ist bei jungen Bäumen graubraun und rissig. Bei ausgewachsenen Bäumen ist sie dunkelgrau, fast netzartig, längsrissig, tief und breit gefurcht. Borkenbildung auch bei den Ästen schon frühzeitig beginnend.

Krone/Äste: Anfangs kegelförmige, sparrige Krone, im Alter mit breiter und gerundeter Krone, Stamm weit in die Krone hineinreichend oder bereits am Grunde derselben in kräftige, steil aufstrebende Äste aufgeteilt. Sproßsystem augenfällig in Lang- und Kurztriebe gegliedert. Kurztriebe stark gestaucht, nur langsam an Länge und Dicke zunehmend, nach 5 Jahren ca. 2 cm lang, gelegentlich zu Langtrieben auswachsend. Oberfläche junger Langtriebe sich als silbrige Fäden oder Streifen im Herbst ablösend. Winterknospen flach kegelförmig, hell- bis rotbraun, 3-4 mm lang.

Blatt: Unverwechselbar sind die Blätter. Diese sind langstielig, lederartig und fächerförmig. Nervatur aller Blätter nahezu parallel, fein gabelig verzweigt. Es wird spekuliert, dass sich die Blätter des Gingkos aus zusammengewachsenen Nadeln entwickelt haben. Im Frühling sind die Blätter noch hellgrün, um im Laufe des Sommers immer dunkler zu werden. Im Herbst leuchten sie dann in mehreren Gelbnuancen. Laubblätter von zweierlei Gestalt: Langtriebblätter enfernt schraubig stehend, 2-9 cm lang gesielt; Spreite keilförmig, mit sehr unregelmäßigem, gespaltenem Oberrand, 5-7 cm breit, bis 10 cm lang. Kurztriebblätter zu 3-6 rosettig genähert, 4-7 cm lang gestielt; Spreite breit fächerförmig, 7-10 cm lang, 6-12 cm breit, ohne Spalt, fast ganzrandig.

Blüte: Blüten eingeschlechtlich, zweihäusig verteilt, stets an Kurztrieben. Männliche Blüten zu 3-5 in der Achsel von Niederblättern (= innere Knospenschuppen), 3-5 cm lang, kätzchenförmig, überhängend, mit zahlreichen, kurzgestielten Staubblättern, die je zwei Pollensäcke tragen. Weibliche Blüten zu 2- 3 in der Achsel von Nieder- und Laubblättern, 3-5 cm lang, gestielt, unscheinbar, grün, am oberen Ende mit zwei, je einem Wulst aufsitzenden Samenanlagen, von denen sich in der Regel nur eine entwickelt.

Blütezeit: April - Mai

Frucht / Samen: Samen unreif grün, zur Reife orangegelb, bereift. Äußere Schicht der Samenschale saftig-fleischig, unangenehm nach Butter- und Valeriansäure riechend; innere Schicht der Samenschale (kein Steinkern) verholzt, zweikantig, gelblichweiß, Embryo im reifen Samen noch winzig, mit zwei Keimblättern.

Samen- / Fruchtreife: Oktober - November

Verfügbarkeit / Sammelzeit

April - November

Standort

Gärten und Parkanlagen

Fressbare Teile

Blätter und Äste

Verwechslungsmöglichkeiten



Besonderheiten

Wird von den meisten Degus gerne gefressen.

Quellenangaben

BLV Handbuch, Bäume und Sträucher, 4. durchgesehene Auflage (Sonderausgabe) 2006, Ulrich Hecker, Seite 30 ff.

Bilder mit Erkennungsmerkmalen

Weitere Bilder