Gewöhnliche Trauben-Kirsche (Prunus padus)


gehört zur Familie der Rosenblütengewächse (Rosaceae)

Synonyme: Gemeine Traubenkirsche, Ahlkirsche, Sumpfkirsche, Elsenkirsche, Elsbeere

Bestimmung

Wuchsform: Strauch oder Baum

Größe: 3 bis 10 m

Lebenszyklus: Sommergrün

Laubaustrieb: ab April

Laubfärbung: Im Herbst gelbrot.

Rinde: Glatte, dunkelgraue Rinde.

Krone/Äste: In Gebirgslagen entwickelt sie sich als von unten verzweigter Strauch, im Tiefland wächst sie als Baum mit rundlicher, lockerer Krone. Graue Seitenzweige stark hängend an den straff aufrechten Ästen bzw. Stämmen, Zweigspitzen wurzeln bei Bodenkontakt.

Blatt: Blätter wechselständig, leicht aromatisch duftend, eiförmig bis elliptisch, rötlicher Blattstiel mit 2 Drüsen, Blattoberseite lang oval, mattgrün, Unterseite grau- bis blaugrün, Blattrand gesägt.

Blüte: Hängende Blütentrauben 15-20 cm lang, mit 10-25 duftenden, weißen Blüten, 1-1,5 cm groß.

Blütezeit: April - Mai nach dem Blattaustrieb

Frucht / Samen: Früchte erbsengroß, Steinfrucht ohne Kelchrest, schmeckt bitter. Früchte schwarz, glänzend.

Samen- / Fruchtreife: August

Verfügbarkeit / Sammelzeit

Von Frühjahr bis Herbst

Standort

Auenwälder, Auengebüsche, Waldränder und Schluchten.

Fressbare Teile

Blätter, Blüten und Äste.

Verwechslungsmöglichkeiten

Späte Trauben-Kirsche (Prunus serotina), blüht nur wenig später, ab Mai bis Juni, die bis auf die dunkelgrün glänzenden, etwas ledrigen Blätter der beschriebenen Art sehr ähnlich ist. Ihre Früchte reifen im September. Unproblematisch
Vogelkirsche (P. avium) kann eine Höhe von 25 m erreichen. Ihre zunächst roten, später schwarzen, kugeligen Früchte können ab August wie die der Traubenkirsche verwendet werden. Unproblematisch

Verwechslungsgefahren: Kirschlorbeer, Roter Hartriegel, Faulbaum, Kreuzdorn, Liguster, Schwarze Heckenkirsche und Wolliger Schneeball haben ähnliche, aber giftige Früchte. Durch sorgfältiges Vergleichen aller Merkmale lassen sich Verwechslungen leicht ausschließen.

Besonderheiten

Die Rinde der grauen Zweige riecht beim Zerreiben nach Bittermandeln.

Quellenangaben

Was blüht denn da?, 60. aktualisierte/erweiterte Auflage 2021, Margot Spohn, Marianne Golte-Bechtle, Roland Spohn, Seite 416 f.
Essbare Wildkräuter und -früchte, Erkennen, sammeln und genießen, 2000 veröffentlicht by Urania Verlag in der Dornier Medienholding GmbH, Berlin, Joachim Mayer, Jutta Nerger, Seite 212.

Bilder mit Erkennungsmerkmalen

… sind gerade noch in Bearbeitung!

Weitere Bilder