Gewöhnliche Hainbuche (Carpinus betulus)


gehört zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae)

Synonyme: Europäische Hainbuche, Gemeine Hainbuche, Hagebuche, Hornbaum. Weißbuche

Bestimmung

Wuchsform: Baum

Größe: 20-30 m

Lebenszyklus: Sommergrün

Laubaustrieb: ab April

Laubfärbung: Im Herbst braun

Rinde: Borke glatt, mit längsverlaufendem Netzmuster, auch im Alter kaum aufreißend oder abblätternd, erhabene Partien silbrig, sonst graubraun bis dunkelgrau.

Krone/Äste: Reichverzweigter Baum mit zunächst kegelförmiger, im Alter weit ausladender, rundlicher Krone. Junge Zweige biegsam, anfangs anliegend behaart, bald verkahlend. Winterknospen den Zweigen anliegend, spitz kegelförmig, 7-10 mm lang. Endknospe fehlend.

Blatt: Laubblätter zweizeilig, bis 15 mm lang gestielt. Spreite (das ist der Blattkörper) langeiförmig bis länglich-elliptisch, zugespitzt, 5-10 cm lang, 3-6 cm breit, oberseits dunkelgrün, anfangs seidig behaart, verkahlend; unterseits auf den Adern und deren Winkeln behaart, heller. Blattrand doppelt gesägt, Nebenblätter hinfällig.

Blüte: Blütenkätzchen mit dem Laub erscheinend, eingeschlechtlich, Pflanze einhäusig. Männliche Kätzchen aus seitenständigen Knospen vorjähriger Zweige entspringend, an blattlosen oder wenigblättrigen Kurztrieben, 4-7 cm lang, schlaff hängend; Blüten ohne Blütenhülle mit 7-11 Staubblättern. Weibliche Kätzchen endständig an jungen beblätterten Langtrieben, gestielt, 3 cm lang; zur Fruchtreife 6-15 cm lang. Weibliche Blüten paarweise in der Achsel eines bewimperten Tragblattes. Blütenhülle unscheinbar.

Blütezeit: April - Mai

Frucht / Samen: Fruchtknoten mit zwei roten Narben. Nussfrucht 5-10 mm lang, einem dreilappigen Blattorgan ansitzend und mit ihm abfallend. Flugorgan bis 4 cm lang.

Samen- / Fruchtreife: September/Oktober

Verfügbarkeit / Sammelzeit

Von Frühling bis Herbst

Standort

Hecken und Waldränder

Fressbare Teile

Junge Triebe werden von Degus oder anderen Nagern und Kaninchen meist besser angenommen als ältere Blätter. Über die Verfütterung der Früchte/Samen ist leider nicht viel bekannt, sie sind vermutlich in kleinen Mengen unbedenklich.

Verwechslungsmöglichkeiten



Besonderheiten

Geschnittene Hainbuchen wachsen dicht nach, so dass das Gehölz gerne für Schnitthecken gepflanzt wird.

Quellenangaben

Was blüht denn da?, 60. aktualisierte/erweiterte Auflage 2021, Margot Spohn, Marianne Golte-Bechtle, Roland Spohn, Seite 400 f.
BLV Handbuch, Bäume und Stäucher, 4. durchgesehene Auflage (Sonderausgabe)2006, Ulrich Hecker, Seite 220 f.

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