Gemeine Hasel (Corylus avellana)


gehört zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae)

Synonyme:

Bestimmung

Wuchsform: Strauch

Größe: 2-12m

Lebenszyklus: Sommergrün

Laubaustrieb: ab Februar

Laubfärbung: im Herbst braun

Rinde: Rinde graubraun, bald verkahlend und längsrissig mit zerstreuten, hellen Korkwarzen

Krone/Äste: Vom Grunde an vielstämmiger, aufrechter Strauch. Junge Zweige hin und her gebogen, kurzfilzig und abstehend-drüsig behaart. Winterknospen eiförmig, silbrig behaart. Endknospe fehlend.

Blatt: oval, rundlich oder herzförmig, weich behaart, 6-10 cm lang und auch fast so breit, häufig schwach dreilappig, mit oft asymmetrischem, herzförmigem Grund. Rand unregelmäßig grob gezähnt. Nebenblätter eiförmig.
Laubblätter wechselständig. Blattstiel drüsig behaart, 5-15 mm lang.

Blüte: Blüten in eingschlechtigen Ständen, sich lange vor dem Laub entfaltend. Weibliche Blüten in einer Knospe verborgen,
Männliche Kätzchen bis zu 10 cm lang, schlaff nach unten hängend. Männliche Kätzchen zu 1-4 am Ende oder in den Blattachseln vorjähriger Zweige, schon im Spätsommer des Vorjahres angelegt und als 1,5-2 cm langer Stand frei überwinternd. Blüten ohne Blütenhülle mit vier Staubblättern. Fruchthülle röhren- bis glockenförmig, etwa so lang wie die Nuss.
Weibliche Blüten bis auf die roten, fädigen Narben in den Knospen geborgen.

Blütezeit: Februar – April

Frucht / Samen: Die reifenden Früchte am Ende junger, beblätterter Triebe stehend. Hartschalige, braune Haselnüsse mit großem, hellen Nabel, 16-18 mm lang, eirundlich, in einem zerschlitzten, tütenförmigen Fruchtbecher.

Samen- / Fruchtreife: August/September

Verfügbarkeit / Sammelzeit

Frühling bis Herbst

Standort

Hecken, Weg-, Wald- und Gebüschränder, Misch- und Laub Wälder.

Fressbare Teile

Laub, Nüsse (als Leckerli, am besten mit Schale), Äste als Nagematerial

Verwechslungsmöglichkeiten

Lambert-Hasel (Corylus maxima), mit röhrenförmiger Fruchthülle, die etwa doppelt so lang ist wie die Nuss. In Gärten, von ihr stammen meist die Haselnüsse des Handels. Unproblematisch.

Besonderheiten

An warmen Tagen im Frühjahr besuchen Bienen die Sträucher. Die Pollen sind für sie eine der ersten Nahrungsquellen.
Haselnussblätter und -zweige können den Urin rötlich-braun verfärben.

Quellenangaben

Was blüht denn da?, 60. aktualisierte/erweiterte Auflage 2021, Margot Spohn, Marianne Golte-Bechtle, Roland Spohn, Seite 400
BLV Handbuch, Bäume und Stäucher, 4. durchgesehene Auflage (Sonderausgabe)2006, Ulrich Hecker, Seite 214 f.

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