Gewöhnliche oder Gemeine Nachtkerze (Oenothera biennis)


gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae)

Synonyme: Abendblume, Zweijährige Nachtkerze, Eierblume, Gelber Nachtschatten, Gelbe Rapunzel, Härekraut, Nachtschlüsselblume, Nachtstern, Rapontika, Rapunzel, Schibkenkraut, Rübenwurzel, Sommerstern, Stolzer Heinrich, Süßwurzel, Weinblume

Bestimmung

Wuchsform: Staude

Lebenszyklus: Zweijährige Pflanze

Blüte: Relativ große, schwefelgelbe und stark duftende, gestielte, sich in der Abenddämmerung öffnende Blüten. Diese sind 3-8 cm groß und einzeln in den Blattwinkeln mit zurückgeschlagenen Kelchblättern. Die Blüten entfalten sich so rasch, dass man die Bewegung mit bloßem Auge beobachten kann. Am nächsten Tag verwelken sie.

Blütezeit: Juni - September

Stängel: Aufrechter und drüsig behaarter Stängel, der meist einfach, erst im oberen Teil astig und kantig ist.

Blatt: Die grundständigen Rosettenblätter sind kurz gestielt, verkehrt-eiförmig und am Boden anliegend. Die Stängelblätter sind länglich-elliptisch, zum Ende spitz zulaufend und ganzrandig bis buchtig gezähnt. Sie sind sitzend und haben einen roten Mittelnerv. Die unteren Stängelblätter sind groß, die oberen klein und zahlreich.

Wurzeln: Rötliche Pfahlwurzel

Frucht / Samen: Kapselförmige Frucht. Dunkelgrauer bis schwarzer, 1,5 mm langer Samen mit scharfen Seitenkanten. Da sehr viele Blüten hervorgebracht werden und in den einzelnen Früchten anschließend bis zu 200 Samen heranreifen, ist die Nachtkerze sehr ausbreitungsstark.

Größe: 50-200cm

Verfügbarkeit / Sammelzeit

Ab Juni bis zum Herbst.

Standort

Böschungen, trockene Hänge, Sandflächen, Gärten, Raine und Wegränder.

Fressbare Teile

Gesamte Pflanze.

Verwechslungsmöglichkeiten

Kleinblütige Nachtkerze (Oenothera parviflora), Blüte 2-3,5 cm groß, Kronblätter kürzer oder kaum länger als die Staubblätter. Unproblematisch.
Es gibt viele Formen der Gattung Nachtkerze, die alle gleichermaßen verwendbar sind.

Besonderheiten

In der Abenddämmerung entfaltet die Nachtkerze innerhalb weniger Minuten ihre Knospe zu einer vollständigen Blüte. Die schützenden Hüllblätter werden hierbei schlagartig nach unten weggebogen. Sie verströmt die ganze Nacht hindurch einen wohlriechenden Duft, der die Falter zur Bestäubung anlockt. Der Zeitpunkt der Öffnung der Blüte ist abhängig von Sonnenstand, Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Die Blüten selbst sind extrem kurzlebig. Abends erblühen sie und am nächsten Morgen sind sie oft schon wieder verblüht und fallen ab.

Quellenangaben

Handbuch der Futterpflanzen für Schildkröten und andere Reptilien, 2. veränderte/erweiterte Auflage 2008/2013, Marion Minch, Seite 174
Was blüht denn da?, 60. aktualisierte/erweiterte Auflage 2021, Margot Spohn, Marianne Golte-Bechtle, Roland Spohn, Seite 260.

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