Gewöhnlicher Reiherschnabel (Erodium cicutarium)


gehört zur Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae)

Synonyme: Schierlings-Reiherschnabel

Bestimmung

Wuchsform:

Lebenszyklus: Ein- bis zweijährige Pflanze

Blüte: Hell-karminrote, violette oder selten weiße, drei- bis siebenblütige, langgestielte und doldige Blütenstände (1-2 cm). Die Kronblätter sind ungleich, weil die obersten oft einen schwarzen oder hellen Fleck aufweisen. Die Vorblätter sind am Grund verwachsen. Die Kelchblätter sind drei- bis fünf nervig kurz zugespitzt. Jede Blüte öffnet sich nur einen Tag.

Blütezeit: April - Oktober

Stängel: Niederliegender bis fast aufrechter Stängel, der kaum drüsig behaart und häufig verzweigt ist.

Blatt: Unpaarig gefiederte Blätter. Die Blättchen sind tief fiederspaltig, bis fast zum Mittelnerv geteilt mit schmalen, spitzen, kurz behaarten Zipfeln. Die Blätter sind oft rötlich überlaufen. Es handelt sich um eine am Boden flach anliegende Blattrosette.

Wurzeln: dünne Pfahlwurzel

Frucht / Samen: Der Fruchtschnabel ist 25-40 mm lang. Die reife Frucht zerfällt in fünf Teilfrüchte. Walzliche, hellbraune und glatte Samen (ca. 3mm lang).

Größe: 5-100 cm

Verfügbarkeit / Sammelzeit

Von Frühjahr bis Herbst

Standort

Gärten, Parkanlagen, Gebüsche, Sandflächen, Böschungen, Wege und Hecken.

Fressbare Teile

Gesamte Pflanze

Verwechslungsmöglichkeiten



Besonderheiten

Aufgrund der hohen Artenvielfalt in dieser Gattung ist eine exakte Bestimmung meist schwierig.
Die reifen Früchte lösen sich von der Granne und werden bis zu einen Meter weit geschleudert. Bei trockenem Wetter rollen sich die Holzfasern in Korkenzieherform zusammen und strecken sich bei feuchtem Wetter wieder auseinander. So ist gewährleistet, dass sich der Samen in die Erde bohrt. Durch diese Veranlagung des Samens passiert es immer wieder, dass sich die Samen auch in Tierhaaren verfangen und sich in die Haut der Tiere einbohren.

Quellenangaben

Handbuch der Futterpflanzen für Schildkröten und andere Reptilien, 2. veränderte/erweiterte Auflage 2008/2013, Marion Minch, Seite 244
Was blüht denn da?, 60. aktualisierte/erweiterte Auflage 2021, Margot Spohn, Marianne Golte-Bechtle, Roland Spohn, Seite 52

Bilder mit Erkennungsmerkmalen

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